10 Tipps für saubere Silikonfugen in Bad und Küche

Silikonfugen

1. Silikonfugen regelmäßig kontrollieren und reinigen
Silikonfugen sind besonders anfällig für Schmutz, Schimmel und Ablagerungen, da sie meist in feuchten Bereichen wie Duschen, Waschbecken oder Spülen verwendet werden. Anders als zementäre Fugen sind sie elastisch, aber auch poröser, was sie anfälliger für Verfärbungen und mikrobielle Belastung macht. Daher ist die regelmäßige Kontrolle und Reinigung entscheidend. Mindestens einmal wöchentlich sollten Silikonfugen mit einem feuchten Tuch und einem milden Haushaltsreiniger abgewischt werden. So entfernen Sie Seifenreste, Hautschuppen und Kalk, bevor sich hartnäckige Rückstände bilden können. Wichtig dabei ist, dass die Reinigung auch in Ecken und Übergängen gründlich erfolgt – dort sammelt sich oft unbemerkt der meiste Schmutz. Wer frühzeitig reinigt, verhindert nicht nur optische Mängel, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Fuge erheblich.

2. Schimmelbildung durch konsequentes Trockenhalten vermeiden
Silikonfugen sind der ideale Nährboden für Schimmel, vor allem in Badezimmern mit unzureichender Belüftung. Die wichtigste Gegenmaßnahme ist simpel, aber wirkungsvoll: Halten Sie die Fugen so trocken wie möglich. Nach jedem Duschen oder Baden sollte die Silikonfuge mit einem Abzieher oder einem sauberen Mikrofasertuch gründlich abgetrocknet werden. Achten Sie besonders auf senkrechte Ecken und waagerechte Übergänge, an denen das Wasser gerne stehen bleibt. Zusätzlich empfiehlt sich regelmäßiges Stoßlüften – am besten durch Öffnen von Fenster und Tür, damit die feuchte Luft schnell entweichen kann. Wer täglich für trockene Fugen sorgt, beugt langfristig Schimmelbildung vor und vermeidet aufwendige Reinigungsmaßnahmen oder gar Sanierungen.

3. Hausmittel: Alkohol und Essig als effektive Reiniger
Für die gelegentliche Grundreinigung sind Hausmittel wie Isopropylalkohol (mindestens 70 %) oder Haushaltsessig ideal. Alkohol eignet sich besonders gut zur Desinfektion und Entfernung von Schimmelsporen, ohne die Silikonmasse anzugreifen. Tränken Sie dazu ein Tuch oder einen Wattebausch mit Alkohol und wischen Sie die betroffenen Stellen gründlich ab. Lassen Sie die Flüssigkeit einige Minuten einwirken, bevor Sie trocken nachwischen. Essig wiederum hilft vor allem gegen Kalk und Seifenreste, sollte jedoch nicht auf Natursteinflächen angewendet werden. Tragen Sie den Essig mit einem Schwamm auf die Fuge auf, lassen Sie ihn kurz einwirken und spülen Sie mit klarem Wasser nach. Beide Methoden sind nicht nur kostengünstig, sondern auch umweltschonend und bei richtiger Anwendung äußerst effektiv.

4. Schimmel mit speziellen Reinigern gezielt bekämpfen
Hat sich bereits schwarzer Schimmel an den Silikonfugen gebildet, reichen Hausmittel oft nicht mehr aus. In diesem Fall empfiehlt sich ein spezieller Schimmelentferner aus dem Fachhandel. Diese Produkte enthalten in der Regel Aktivchlor oder Wasserstoffperoxid, die Pilzsporen zuverlässig abtöten und Verfärbungen aufhellen. Achten Sie bei der Anwendung auf ausreichende Belüftung und tragen Sie Handschuhe sowie ggf. einen Mundschutz. Der Reiniger wird direkt auf die betroffenen Fugen aufgesprüht und muss je nach Herstellerangabe einige Minuten einwirken. Danach werden die Reste gründlich mit Wasser entfernt. Wichtig: Diese Mittel sind nur zur punktuellen Anwendung gedacht und ersetzen keine regelmäßige Pflege. Dauerhafte Schimmelbildung weist meist auf ein tieferliegendes Feuchtigkeitsproblem hin, das baulich behoben werden muss.

5. Zahnbürste oder Fugenbürste für die manuelle Reinigung verwenden
Die Reinigung von Silikonfugen erfordert Präzision, besonders wenn sie sich in schwer zugänglichen Bereichen befinden. Hier leisten Zahnbürsten mit mittelharten Borsten oder spezielle Fugenbürsten hervorragende Dienste. Sie ermöglichen es, Reinigungsmittel gezielt einzumassieren und selbst hartnäckige Rückstände mechanisch zu lösen. Tragen Sie dafür eine Reinigungslösung – z. B. eine Mischung aus Wasser und Essig oder Spülmittel – auf und schrubben Sie sanft entlang der Fuge. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu reiben, um das Silikon nicht zu beschädigen. Nach der Reinigung die Rückstände gründlich entfernen und die Fuge gut abtrocknen. Diese Methode eignet sich besonders für regelmäßige Pflege im wöchentlichen Rhythmus.

6. Silikonversiegelung für mehr Schutz und längere Haltbarkeit
Nach einer intensiven Reinigung kann die Anwendung einer speziellen Silikonversiegelung sinnvoll sein. Diese Produkte legen sich wie ein unsichtbarer Film über die Fuge und verhindern das Eindringen von Schmutz, Feuchtigkeit und Bakterien. Sie sind meist auf Silikonoberflächen abgestimmt und können mit einem feinen Pinsel oder Tuch aufgetragen werden. Wichtig ist, dass die Fuge vor der Versiegelung komplett sauber und trocken ist – sonst wird der Effekt stark beeinträchtigt. Nach dem Auftragen muss die Versiegelung einige Stunden aushärten. Der Aufwand lohnt sich: Die Fuge bleibt länger sauber, ist leichter zu reinigen und widerstandsfähiger gegen Schimmelbildung.

7. Scharfe Chemikalien vermeiden – sie greifen das Silikon an
Auch wenn chlorhaltige oder aggressive Reiniger schnelle Ergebnisse versprechen – sie können langfristig mehr schaden als nützen. Silikon ist ein elastisches Material, das bei häufiger Belastung durch starke Chemikalien porös, spröde oder verfärbt werden kann. Dies führt nicht nur zu optischen Mängeln, sondern kann auch Undichtigkeiten verursachen. Besonders bei älteren Fugen sollte auf sanfte Reiniger gesetzt werden – z. B. pH-neutrale Badreiniger oder verdünnte Hausmittel. Wer regelmäßig mild reinigt, erspart sich auf Dauer Schäden, Austauschkosten und gesundheitliche Risiken durch austretende Schimmelsporen.

8. Bei porösen oder beschädigten Fugen rechtzeitig austauschen
Wenn Silikonfugen rissig, bröckelig oder dauerhaft verfärbt sind, hilft meist nur noch der komplette Austausch. Diese Arbeit kann in Eigenregie erfolgen, sofern das richtige Werkzeug vorhanden ist – z. B. ein Fugenkratzer oder Cuttermesser sowie Silikonentferner. Wichtig ist, dass die alte Fuge vollständig entfernt und die Fläche rückstandsfrei gereinigt wird. Danach kann neues Sanitärsilikon eingebracht werden, idealerweise mit einer glatten Silikonspritze. Das neue Silikon sollte vollständig durchtrocknen, bevor die Fläche wieder benutzt wird – meist 24 Stunden. Bei Unsicherheiten oder großflächigen Sanierungen empfiehlt sich die Beauftragung eines Fachbetriebs.

9. Farbiges Silikon: Stilvoll, aber pflegeintensiv
Immer mehr Menschen entscheiden sich in Küche und Bad für farbiges Silikon – etwa in Grau, Schwarz oder Beige –, um ein modernes Erscheinungsbild zu erzielen. Doch je dunkler die Fuge, desto schneller fallen Kalkflecken, Seifenreste oder Schmutz auf. Deshalb erfordert farbiges Silikon eine noch sorgfältigere Pflege. Verwenden Sie keine scheuernden Reiniger oder kratzenden Bürsten, um die Farbstruktur nicht anzugreifen. Stattdessen empfiehlt sich eine regelmäßige sanfte Reinigung mit weichen Tüchern und abgestimmten Reinigungsmitteln. Wer von Anfang an auf passende Pflege achtet, erhält das frische Aussehen und verlängert die Nutzungsdauer der Silikonfuge deutlich.

10. Vorbeugung durch Lüften, Abziehen und konsequente Hygiene
Die beste Reinigung ist die, die man gar nicht erst benötigt – durch richtige Vorbeugung. Silikonfugen bleiben dauerhaft sauber, wenn Feuchtigkeit und Schmutz keine Chance haben, sich festzusetzen. Dazu gehört das tägliche Abziehen nach dem Duschen, das sofortige Abwischen von Wasserflecken in der Küche und das regelmäßige Lüften. Auch die Wahl der richtigen Putzmittel spielt eine Rolle: Verwenden Sie am besten keine fettigen oder ölhaltigen Reinigungsmittel, da sie Rückstände auf dem Silikon hinterlassen können. Wer Silikonfugen als sensiblen Teil des Haushalts versteht und sie entsprechend pflegt, wird mit dauerhaft sauberem, hygienischem Aussehen belohnt – ohne ständige Nacharbeit.

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