Entzündete Nagelhaut ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu Infektionen führen, wenn sie unbehandelt bleibt. Rötungen, Schwellungen oder kleine Eiterstellen deuten auf eine Entzündung hin. Die Ursachen sind vielfältig: Häufiges Nägelkauen, aggressive Maniküre, trockene Hände oder kleine Verletzungen durch Werkzeuge.
Die richtige Pflege im Alltag
-
Sanfte Reinigung: Hände regelmäßig, aber schonend waschen. Seifenfreie oder pH-neutrale Produkte vermeiden das Austrocknen.
-
Feuchtigkeitspflege: Nagelhaut und Nagelbett täglich mit fetthaltiger Creme oder Nagelöl einreiben. Produkte mit Vitamin E oder Jojobaöl gelten als besonders effektiv.
-
Nagelhaut nur vorsichtig zurückschieben: Schneiden sollte nur ein Profi übernehmen, um Verletzungen zu vermeiden.
Hausmittel gegen akute Entzündungen
-
Warmwasserbäder: Hände 5–10 Minuten in warmem Wasser mit einem Teelöffel Salz einweichen, um Schwellungen zu lindern.
-
Antiseptische Cremes: Salben mit Chlorhexidin oder Teebaumöl können Infektionen vorbeugen.
-
Kortisonhaltige Cremes: Bei starken Entzündungen lindern diese die Rötung und den Schmerz (nach Absprache mit dem Arzt).
Wann der Arzt gefragt ist
Bleibt die Entzündung trotz Pflege bestehen, breitet sich aus oder bildet Eiter, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Unter Umständen ist eine antibiotische Behandlung notwendig.
Prävention ist entscheidend
Regelmäßige Handpflege, das Tragen von Handschuhen bei Reinigungsarbeiten und eine vorsichtige Maniküre können das Risiko für entzündete Nagelhaut deutlich reduzieren. Schon kleine Maßnahmen im Alltag verhindern oft größere Beschwerden.


